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NLP

Das Neuro-Linguistische Programmieren, kurz NLP, kommt in vielen Bereichen zum Einsatz: in Beratung, Therapie, Medizin, beim Lernen und immer häufiger im Businessbereich. Wo immer zwischenmenschliche Beziehungen und Prozesse stattfinden, greifen Menschen auf NLP-Techniken und –Modelle zurück, um eine wertschätzende Kommunikation zu erreichen.

 

Wofür steht der Begriff?

Pausenlos, zu jeder Zeit laufen kommunikative Prozesse ab: auf der sprachlichen Ebene über Worten und Sätze, aber auch auf der so genannten nonverbalen Ebene mittels Bilder, Gesten und Bewegungen – man kann nicht nicht kommuni­zieren. Dabei geht es nicht nur um die Person, die die Signale und Botschaften aussendet. Vielmehr stellt sich die Frage, wie diese beim Empfänger ankommen: Wichtig ist nicht, was jemand sagt, sondern was der Gesprächspartner versteht, was er verstehen kann oder will. NLP, also das Neuro­-Linguistische-Programmieren, hinterfragt, wie das Verständnis und damit die Kommunikation verbessert werden kann.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich NLP damit, auf welche Weise das menschliche Gehirn Impulse der Außen­welt verarbeitet, Sinnesreine wahrnimmt, bewertet und ver­knüpft. Jeder Mensch hat seine eigene, subjektive Wahrheit und individuelle Art der Verarbeitung – auch in Bezug auf die Kommunikation mit anderen Menschen.

NLP hat die Fähigkeiten von Menschen und das Ler­nen dieser Fähigkeiten zum Gegenstand

 

Informationen aufnehmen und verarbeiten

Das „N" in NLP steht für „Neuro". Wahrnehmung kommt bei Menschen über die fünf Sinne an. Bilder, Farben und Formen lösen visuelle Reize in den Augen aus, Geräusche, Klänge, Lärm stimulieren als akustische Reize die Ohren. Die Zunge leitet Geschmacksinformationen an das Gehirn weiter, die Nase liefert Botschaften über Gerüche und die Haut Mit­teilungen mithilfe des Tastsinns.

 

Informationen sinnvoll zusammenfügen

Das Gehirn verarbeitet diese äußeren sensorischen Informati­onen in neuronalen Prozessen und Regelkreisen, speichert sie ab und verknüpft sie mit schon vorhandenen Daten. Die lau­fend eintreffenden Botschaften werden gefiltert mit bereits gemachten Wahrnehmungen und Erfahrungen verglichen und bewertet. All dies geschieht unbewusst und in Bruchtei­len von Sekunden.

 

Wahrnehmungen haben Konsequenzen

Die inneren, neuronalen Vorgänge haben Auswirkungen auf den Menschen. Sie beziehen sich auf den gesamten Lebens­prozess: auf Sinneswahrnehmungen, Gefühle, das Denken, das Verhalten, die Handlungen, Bewegungen, physische und biologische sowie alle psychischen Vorgänge.

 

Umsetzen in Sprache

„L" ist die Abkürzung für „Linguistisch". Diese NLP-Komponente meint die Verarbeitung und den Einsatz von Sprache, die in gesprochener oder geschriebener Form als Reiz bei Ohren oder Augen ankommt.

 

Informationen werden gefiltert

Die Fülle der im Gehirn ankommenden Botschaften wird gefiltert und verkürzt. Auch wenn verschiedene Personen Gleiches wahrnehmen, verarbeiten sie es unterschiedlich.

 

Sprache offenbart Filterprozesse

Egal, wie effizient Menschen mit Sprache umgehen, sie kön­nen damit aufgrund der Informationsfülle nicht alles ausdrü­cken. Deshalb kann Sprache nur einen kleinen Teil dessen wiedergeben, was an Emotionen, Denk- und Verarbeitungs­prozessen zur Verfügung steht. Blendet das Gehirn bestimm­te Fakten aus, spiegelt sich dies in der Sprache wider. Aller­dings gehört zum Ausdruck nicht nur die gesprochene oder geschriebene Sprache, sondern auch die Körpersprache - also Gestik, Mimik, Körperhaltung und Botschaften, die der menschliche Körper sendet (s. Seite 35 f.).


Wechselbeziehung ausnutzen

Das Nervensystem und die in Sprache übertragenen Erfah­rungen und Bewertungen beeinflussen sich wechselseitig. „P" für „Programmieren" steht für eben diese Wechselwirkung. „Programme" sind Denkmodelle, Muster und individuelle Konzepte, wie ein Mensch Sinnesreize verarbeitet und sein individuelles Modell der Welt konstruiert. Sind die aktuell genutzten Programme und Muster hilfreich und unterstüt­zend, gibt es keinen Anlass, sie zu verändern. Erlebt und erkennt der Mensch jedoch durch die Muster Einschränkun­gen, ist ein „Neuprogrammieren" wichtig, z. B., indem die Filterprozesse offen gelegt werden. Mithilfe von NLP­ Techniken wollen Anwender bessere, nützlichere neue Programme und Lernprozesse kennen lernen und einsetzen und Aufgaben erfolgreich bewältigen und zu ihrer Lösung beitragen.

 

Wie ist NLP entstanden?

Neuro-Linguistisches Programmieren ist eine vergleichsweise junge Disziplin. Die Gründer, Richard Bandler (1950), ein Mathematikstudent, und Dr. John Grinder (1939), Professor der Linguistik, erkannten Anfang der 70er Jahre in den USA ihr gemeinsames Interesse an Sprache, den dahinter liegen­den Prozessen und an der Art und Weise wie hervorragende Ergebnisse in der menschlichen Kommunikation erzielt wer­den. Sie studierten und analysierten das Kommunikationsver­halten von drei besonders erfolgreichen Therapeuten: des deutschen Psychiaters Fritz Perls, der Familientherapeutin Virginia Satir und des Psychiaters und Hypnosetherapeuten Milton H. Erickson. Dabei stellten sie bei allen ähnliche, her­ausragende Fähigkeiten fest und modellierten die menschli­che Exzellenz dieser drei Personen, das heißt sie nahmen diese und ihr Verhalten zum Modell. NLP verbindet viele Einflüsse, z. B. die Systemtheorie von Gregory Bateson und die Kommunikati­onstheorie von Paul Watzlawick. Es ist kein fertiges, abge­schlossenes System, sondern entwickelt sich ständig weiter.


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